Rittersporn pflanzen und pflegen

Der Rittersporn ist eine sehr schön anzusehende winterharte mehrjährige Gartenstaude, die in ihrer natürlichen Form zahlreiche hellblaue Blüten besitzt. Bei den im Gartenfachhandel erhältlichen Ritterspornhybriden sind auch andere Blütenfarben, wie beispielsweise weiße, dunkelblaue oder rosafarben blühende Ritterspornstauden erhältlich. Bei der Ritterspornwahl, sollte man unbedingt zu einer Ritterspornsorte mit ungefüllten Blüten greifen, da diese von Bienen, Wildbienen und Hummeln sehr gerne angeflogen werden. An den gefüllten Ritterspornblüten können sie dagegen weder Nektar noch Pollen aufnehmen.


Rittersporn kann man aus Blumensamen ziehen oder im Gartenfachhandel als Topfpflanze kaufen. Als Standort sollte man für die Ritterspornpflanzung einen sonnigen oder halbschattigen Standort im Garten auswählen, der zudem auch einen nährstoffreichen humosen Boden besitzt. Da der Rittersporn recht buschig wird, sollte man ihm mindestens eine Fläche mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern reservieren. Zu den benachbarten Gartenpflanzen sollte man ebenfalls einen Abstand von rund 30 Zentimetern einhalten. Der Rittersporn erreicht je nach Sorte eine Wuchshöhe von 1 bis 2 Metern. Wegen dieser Höhe ist ein windgeschützter Standort für den Rittersport zu empfehlen. Während der warmen Sommermonate ist das regelmäßige giesen des Rittersporns sinnvoll, damit er auch gut wachsen kann. Zwischen Juni und August kann man sich schließlich an den markanten Ritterspornblüten erfreuen. Durch den Abschnitt der verblüten Blütenstände, kann der Rittersporn eine zweite Blüte ausbilden. Im Frühjahr sollte man die Rittersporntriebe mit Schneckenkorn schützen, damit sie nicht von Nacktschnecken abgefressen werden können. Wenn der Rittersporn mehrere Jahre in Folge von Nacktschnecken abgefressen wurde, muß man mit dem Absterben der Staude rechnen.


Wenn man an den Ritterspornblättern eine bräunliche Verfärbung feststellen kann und die Blätter welken und vertrocknen, handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die die Ritterspornstaude absterben lassen kann. Gegen diese Pilzkrankheit, die auch als Asternwelke oder Ritterspornwelke bekannt ist, sind keine Spritzmittel zugelassen. Befallene Blätter und abgestorbene Pflanzen muß man abschneiden und im Hausmüll entsorgen. Da der Pilz über die Wurzeln in den Rittersporn gelangt, kann man schwach befallene Pflanzen umpflanzen. Stärker befallene Ritterspornstauden müssen inklusive des Wurzelballens im Hausmüll entsorgt werden. Ebenfalls im Hausmüll entsorgt werden müssen Ritterspornpflanzen, die von der Bakterienschwärze befallen wurden. Hierbei handelt es sich um schwarze Flecken auf den Ritterspornblättern. Zur Vermeidung des Falschen Mehltaus, sollte man nicht auf die Ritterspornblätter giesen und vom Falschen Mehltau befallene Pflanzen sollten mit einem Netzschwefelpräparat aus dem Gartenfachhandel behandelt werden.